Rückblick: Frühjahrsputz

Natur.Werk.Stadt beteiligt sich am Steirischen Frühjahrsputz

Rückblick | 09. April 2026

Lisa Nussmüller und Daniela Zeschko

Der Erhalt unserer Natur ist ein zentrales Anliegen in der Natur.Werk.Stadt. Der steirische Frühjahrsputz ist daher ein jährlicher Fixpunkt unserer Arbeit geworden. Am Mittwoch dem 8.4.2026 waren zwei Teams in Graz unterwegs um Müll zu sammeln und auch Gefahren für die Natur zu beseitigen. Über 1000 Zigarettenstummel, von denen jeder einzelne über 400 Giftstoffe enthält, die Menschen, Tiere, unsere Umwelt und unser Grundwasser gefährden, wurden eingesammelt. Es wurden zudem jede Menge Müllsäcke mit anderem Müll aus den Bezirken Eggenberg, Lend und Wetzelsdorf gefüllt und dann von der Holding Graz entsorgt.

Umweltbildung: Wir sensibilisieren unsere Mitarbeitenden

Begonnen hat unser Umwelt-Tag mit einem kurzen Quiz unter den Teilnehmenden: Wie lange brauchen Obstreste, Zigarettenstummel oder Aludosen, bis sie sich in der Natur zersetzen? Welche Abfälle gefährden Natur, Grundwasser und Mensch besonders? Erstaunlich ist, dass eine Bananenschale und ein Papiertaschentuch bereits 3 Jahre in der Natur brauchen, um sich zu zersetzen, traurig dass eine Blechdose bis zu 200 Jahre benötig und wir dennoch bei unserer Müllsammelaktion einige davon in Parks und auf der Straße gefunden haben. Zigarettenstummel brauchen 10 bis 15 Jahre um sich aufzulösen, dabei geben sie aber sofort nach dem Wegwerfen schon hunderte Giftstoffe in die Umwelt ab.  Nach den „Wissensbissen“ wollten wir selbst aktiv werden und sind gleich losgestartet.

400 Liter Müll, 1000 Zigarettenstummel und dennoch Hoffnung

18 Mitarbeitende der Natur.Werk.Stadt sind am Vormittag in den Bezirken Wetzelsdorf, Eggenberg und Lend in Graz unterwegs gewesen. Besonders erschreckend waren die vielen unachtsam weggeschmissene Zigarettenstummel auf ganz kleinem Raum, die es einzusammeln galt.  Weitere Fundstücke waren Getränkedosen, Verpackungsmüll von Essen und Kleidungsstücke. Auch rund um den Kinderspielplatz am Fröbelpark waren unter jeder Parkbank unzählige Zigarettenreste zu finden. Unerträglich, wenn man weiß, dass nur ein verschluckter oder angekauter Zigarettenstummel für Kleinkinder tödlich sein kann. Einige spielende Kinder halfen spontan mit und brachten uns gesammelte Plastikverpackungen.

Wir waren schockiert über den vielen Müll, schöpfen aber Hoffnung, wenn wir an unsere Schul-Workshops denken: Bis zu 2.000 Kinder besuchen jährlich unsere Workshops zu Biodiversität, Insekten und Wasser. Dort vermitteln wir Achtsamkeit gegenüber der Natur und ihren Lebensräumen. Alle Mitarbeitenden tragen nun auch das neu erworbene Wissen weiter und helfen auch in Zukunft laufend mit Müll fachgerecht zu entsoregn und wo möglich auch zu vermeiden. Wir denken positiv und sind überzeugt davon, dass es mit vielen kleinen Schritten gelingt generationsübergreifend heute und in Zukunft bewusster mit Ressourcen und dem Thema Müll umzugehen. Positiv überrascht sind wir davon, mit wieviel Herzblut sich gerade die Kinder für die Sache engagieren.

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