Workshops für Kinder

In fünf Tagen um die Welt

Kindern die Bedeutung von Biodiversität näherbringen? Klingt schwierig. Ist es vielleicht auch! Die Kinderworkshops der Natur.Werk.Stadt aber zeigen, dass das geht – und viel einfacher, als man glauben möchte.

Die Zutaten: ein kindgerechtes Konzept, das Platz für Freiräume lässt, ganz viel Fantasie, etliche Möglichkeiten zum aktiven Mittun und Erleben, ein großzügiger Betreuungsschlüssel zwischen Kindern und Erwachsenen, Engagement und ein wunderbarer Ort für die Outdoor-Aktivitäten.

Ein Workshop in der Praxis: 10.30 Uhr Ankunft von 20 Kindern der ersten Klasse mit Lehrer*innen und Begleitpersonen im Garten des Wertschätzungszentrums in der Grazer Leuzenhofgasse 2. Neugierige Kinder mit leuchtenden Augen und gespitzten Ohren treffen auf neugierige Mitarbeiter*innen der Natur.Werk.Stadt: Was erwartet uns denn heute? Fragen sich beide Seiten.

Im Nu sitzt die Kindergruppe zusammen, hört zum ersten Mal etwas von Wörtern wie Biodiversität und Mikroorganismen, verwandelt sich selbst kurzerhand in Mikroorganismen. Zeitgleich rücken die Natur.Werk.Stadt-Mitarbeiter*innen noch einmal die Workshopmaterialien zurecht. Schon ist das Eis geschmolzen. In Stationenbetrieben wird die Biodiversität im Garten – und heute auch in Europa – gemeinsam erkundet. Vertrautes taucht auf, einiges ist bekannt, vieles ist neu. Inselwissen wird mit Wissensbrücken verbunden. Viele haben etwas zu sagen – die anderen hören zu. Man lernt voneinander.

Die Kinder erfahren und entdecken die Naturwissenschaft. Die Kinder erfahren und entdecken Respekt, Wertschätzung und die Natur. Die Kinder erfahren und entdecken Teamwork. Wie das passiert? Ohne graue Theorie, sondern im Spiel und im aktiven Tun – fast nebenbei, aber dafür umso wirksamer. Beim Natur-Bingo wird gemeinsam nach Naturgegenständen gesucht, gemeinsam gebastelt, gezeichnet und gemalt. Beim Bauen der Leonardo-Brücke wird gemeinsam Hand angelegt und gestaunt, was dabei herauskommt: Brücken verbinden Menschen – und in diesem Fall ganz ohne Schrauben und Nägel. Bei der Station zu den Steintürmen erfahren die Kinder: Jeder Stein hat seinen Platz. Und gemeinsam halten alle fest zusammen. Bei der Station Sprachen werden nicht nur passende Tiere und Pflanzen einzelner Kontinente und Lebensräume in unterschiedlichen Sprachen benannt, sondern es wird auch mit den Händen gesprochen und spielerisch die Gebärdensprache erklärt. Wackelnde Hände zeichnen einen fliegenden Vogel, die Kinder erraten das sofort; und weil wir in Europa sind, muss das wohl eine Eule sein, so wird es kurzerhand vermutet.

Der Abschied nach ca. eineinhalb Stunden: Die Kinder waren in ihrem Element, hatten Spaß – es hätte ruhig noch etwas länger dauern können! Die Wörter Biodiversität und Mikroorganismen gehen allen nun viel leichter über die Lippen und haben an Bedeutung gewonnen. Und die Kinder nehmen etwas mit: die Erfahrung, dass die ganze Welt unser Zuhause ist, dass es bunt ist auf unserer Welt und dass wir auf diese Vielfalt aufpassen müssen. Pflanzen, Pilze, Tiere und Mikroorganismen leben gemeinsam, obwohl sie verschiedene Merkmale haben. Und wenn die das können, schaffen wir Menschen es auch!! Weil die Erde uns allen gehört!

Naturwissen und eine Ahnung von Biodiversität sowie ein respektvolles Miteinander wurden erfahrbar – Lust auf einen Kinderworkshop der Natur.Werk.Stadt?

Anmeldungen zu einem Workshop (1. bis 4. Schulstufe) im Garten des Wertschätzungszentrums mit diesem Anmeldeformular unter team@naturwerkstadt.at
Aktuell gibt es noch Termine, die wir Ihnen kostenfrei anbieten können.

Die Workshopunterlagen zum Nachlesen finden Sie hier.

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