Rückblick: Im Jetzt ankommen. Workshop Nachhaltige Gesundheitsförderung

„Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ So lautet die Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem Jahr 1946. Beim vierten diesjährigen Workshop zum Schwerpunkt Nachhaltigkeit setzten sich die Mitarbeiterinnen (ja, diesmal waren nur Frauen anwesend) der Natur.Werk.Stadt unter der Leitung von Michaela Ellersdorfer Ende Mai damit auseinander, wie nachhaltige Gesundheitsförderung konkret aussieht.

Der frühsommerliche Garten des Wertschätzungszentrums Lend voller Blüten und Vogelgezwitscher war der ideale „Seminarraum“ für diesen Gesundheitsworkshop. Anfangs bedrohte Baustellenlärm wie eine Mahnung, was der Gesundheit nicht förderlich ist, das ganze Unterfangen. Zum Glück zogen die Bauarbeiter mit Presslufthammer und Bagger nach kurzer Zeit weiter und im Garten kehrte die nötige Ruhe für den Workshop ein. Nach einem Gedicht von Rainer Maria Rilke ging es zuerst in die Theorie: Körperliche, geistige und seelische Gesundheit sind eng miteinander verschränkt und gehen fließend ineinander über: Auf der Körperebene fördern gesunde Ernährung und Bewegung die Gesundheit. Auf der geistigen Ebene sind es Gelassenheit und Selbstwert. Die seelische Ebene braucht erfüllende Beziehungen und den sozialen Austausch, den ein Mensch erlebt. Außerdem ist der jeweilige Gesundheitszustand von persönlichen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen abhängig – also sowohl von dem, was man selbst für die Gesundheit tut als auch von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Nach Michaela Ellersdorfers Vortrag ging es ins Tun: Zuerst zogen sich die Frauen in Kleingruppen in den Garten zurück, um zu besprechen, was jede Einzelne konkret für ihre Gesundheit tut: Sehr beliebt sind unter den Natur.Werk.Stadt-Mitarbeiterinnen – wenig überraschend – Waldspaziergänge mit oder ohne Hund, Gartenarbeit und bewusste, fleischarme Ernährung. Die zweite Übung war eine Achtsamkeitsübung: Zehn Minuten lang barfuß alleine durch den Garten wandeln und mit allen Sinnen wahrnehmen, was ist – die Düfte, die Geräusche, die Farben und Formen der Pflanzen, wie sie sich anfühlen, ob sonnenwarm oder schattenkühl. Nach einer kurzen Pause bildete die Gruppe einen großen Kreis im Garten und machte Bewegungs- und Atemübungen und schließlich in Zweiergruppen Rückenmassagen. Zum Abschluss genossen alle gemeinsam frischen Salat aus dem Garten und erfreuten sich an köstlichen Erdbeeren.

Fazit des Workshops: Wie lange man fit und gesund durchs Leben geht, hängt zum guten Teil von einem selbst ab. Die Wurzel der Gesundheit ist das Ankommen im Jetzt und bei sich selbst. Da in unserer Gesellschaft der rein kognitive Bereich schon durch die darauf zentrierte Schulbildung überbetont wird, geht es vorrangig darum, körperliche und seelische Bedürfnisse wieder spüren zu lernen. Dabei helfen können zum Beispiel Yoga, Achtsamkeitsübungen und Entspannungstechniken.

Mit nach Hause bekamen die Teilnehmerinnen 5-Minuten-Lifehacks für mehr Gesundheit:

  • Sonnendusche
  • Medienfasten
  • Barfuß durch das Gras laufen
  • Bewusst aufrecht gehen und die Halswirbel entspannen
  • Ein Lied singen oder tönen
  • Bewusstes Essen – z.B. einen Apfel achtsam essen
  • Ein Dankbarkeitstagebuch führen

Vielen herzlichen Dank an Michaela Ellersdorfer für diesen wohltuenden, entspannenden Vormittag!

Rückblick: Im Jetzt ankommen. Workshop Nachhaltige Gesundheitsförderung

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