Praktizierte Nostalgie im Dienst der guten Sache.

Praktizierte Nostalgie im Dienst der guten Sache

Im Zuge der praktischen Wissensvermittlung ermöglicht die Natur.Werk.Stadt ihren Mitarbeiter*innen, in Kursen erlernte Arbeitstechniken bei Pflegeeinsätzen auf Naturschutzflächen als Praxiswissen umzusetzen und dadurch zu verfestigen. Für diesen Zweck ideal sind Flächen, die der | naturschutzbund | Steiermark in Besitz hat, da diese zum Erhalt und zur Förderung des Artenreichtums einer behutsamen und vorwiegend händischen Bewirtschaftung bedürfen. Derartige Areale sind über das ganze Bundesland Steiermark verteilt, regelmäßig finden beispielweise Pflegeeinsätze in Eibiswald, Spielfeld,  St. Anna und am Semmering statt.

Wissenschaftliche Arbeit hat beim | naturschutzbund | Steiermark auch eine handfeste Komponente, deren Ausführung jeweils Teams übernehmen, die sich aus Mitarbeiter*innen des | naturschutzbund | Steiermark und der Natur.Werk.Stadt zusammensetzen. Bei vielen dieser Pflegeeinsätze ist die Sense das wichtigste Werkzeug, denn oft sind es Wiesen in Hanglagen, die gemäht werden müssen. Manchen unserer Mitarbeiter*innen ist die klassische Art des Mähens mit der Sense noch aus der eigenen Jugend bekannt, aber auch alle anderen finden schnell ihren Rhythmus bei der Ausführung dieser althergebrachten Technik der Landschaftspflege.

Andere Pflegeeinsätze wiederum haben die Bekämpfung invasiver Neophyten wie beispielsweise der Goldrute zum Ziel. Hier ist ebenfalls Handarbeit gefragt, aber dieses Mal im wortwörtlichen Sinn, denn die Goldrute – um beim vorliegenden Beispiel zu bleiben – kann bis zu 15.000 Samen bilden, die vom Wind verfrachtet werden, und vermehrt sich zudem auch über die Wurzeln. Bei diesen Einsätzen muss besonders umsichtig vorgegangen werden, um zu verhindern, dass Samen und Wurzeln erneut ins Erdreich gelangen.

Generell ist die Biotoppflege an Steilhängen ein wichtiger Faktor, wenn es um die Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt geht. Mahd, Abtransport des Mähgutes und weitere Pflegemaßnahmen wie der Rückschnitt von Gehölzen bewahren wertvollen Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilze, denn ohne diese Pflegemaßnahmen würden viele Nischen in Lebensräumen verschwinden und somit einen Biodiversitätsverlust nach sich ziehen.

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